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Kanzlei Klietsch | Rechtsanwalt Nicolas Klietsch | Fachanwalt für Versicherungsrecht, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Kurfürstendamm 92 | 10709 Berlin | Telefon: +49 (0)30 - 8871519-0 | Mo-Do 09:00-17:00 Uhr, Fr 09:00-16:00 Uhr

Unfallversicherung

Unfallversicherungen sind lukrativ- für die Versicherungswirtschaft. Um so ärgerlicher, wenn diese nicht oder nicht genug zahlt.

 

 

 

 

Typische Probleme in der Unfallversicherung sind:

  • Fristversäumnisse, insbesondere die 15 Monatsfrist zur ärztlichen Feststellung und Geltendmachung. Nach der Rechtsprechung ist diese Ausschlussfrist „hart“ zu handhaben (keine verhüllte Obliegenheit, echter Ausschluss). In Betracht kommt in engen Grenzen (!) eine Entschuldigung oder der Einwand, die Berufung auf die Frist verstoße gegen Treu und Glauben. Das neue VVG (ab 01.01.2009) sieht eine Belehrung über diese Fristen vor. Wie die genau aussehen soll, weiß derzeit noch keiner so ganz genau. Das ist ein taktischer Vorteil des Versicherungsnehmers. Die Unfallversicherung „wimmelt“ aber noch von weiteren Fristen, die gut verstreut über die Bedingungen verteilt sind.
  • Streitigkeiten über Bandscheibenschädigungen (Argument: Gelegenheitsursache) und über den Ausschluss psychischer Erkrankungen. Der Bundesgerichtshof hat nämlich entschieden, dass psychische Unfallfolgen nicht per se ausgeschlossen sind. Bestand keine latente psychische Vorerkrankung oder eine solche Neigung und beruht die psychische Störung auf den körperlichen Unfallfolgen (nicht auf dem Unfall direkt) und ist dies angesichts der Schwere dieser Unfallfolgen gleichsam verständlich, können auch für diese Folgen Invaliditätsleistungen verlangt werden.
  • Der Versicherer stellt in Abrede, dass ein Unfall passiert ist und spekuliert darauf, dass es keine Zeugen gab. Typisches Schlagwort: „Innere Ursache„. Das OLG Saarbrücken hat entschieden, dass es offen bleiben kann, ob ein Sturz aus innerer Ursache geschehen ist, wenn bloß eine Einwirkung des Bodens auf den Kopf die Verletzung herbeiführt.

 

Fragebogen_Unfallversicherung

[Antrag auf Erteilung einer Erstberatung zu einem Pauschalhonorar von 50 € inc. Nachfrage bei Ihrem Arzt]

Aktuelles / Wichtiges

________________ Rechtsanwalt
Klietsch,
Fachanwalt für Versicherungsrecht: =============

Allergische Reaktion auf Nahrungsmittel stellt versicherten Unfall dar (BGH VersR 13, 1570, vom 23.10.13).

Versicherer kann sich nicht auf die 15-Monatsfrist zur ärztlichen Invaliditätsfest-stellung berufen, wenn er innerhalb der Frist ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, welches erst nach Fristablauf fertig gestellt wurde (OLG Saarbrücken vom 13.03.2013, 5 U 343/12).

Auch wenn man aus „innerer Ursache“ stürzt, liegt ein versicherter Unfall (von außen kommendes Ereignis vor), wenn man sich dabei den Kopf anschlägt (OLG Saarbrücken 5 U 144/09).

Ausschluss psychischer Unfallfolgen ist einschränkend auszulegen (OLG Hamm 20 U 289/05).

Die Klausel „Fuß im Fußgelenk“ und „Arm im Armgelenk“ in der Gliedertaxe ist mehrdeutig und deshalb für den Versicherungsnehmer günstig wie „Fußgelenk“ und „Armgelenk“ auszulegen  (BGH IV ZR 32/00).

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